26.06.2015 – 14:52 | Kein Kommentar

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Frühaufsteher-Meeting von IHK und Stadt Rottweil für Wirtschaft und Politik in Rottweil-Neukirch: Gesundheitsvorsorge ist ein Prozess, kein Projekt

Eingetragen von am 17.06.2015 – 12:12Kein Kommentar

Jede Menge Aha-Effekte gab es für Vertreter aus Wirtschaft und Politik während des Frühaufsteher-Meetings, zu dem die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Stadt Rottweil eingeladen hatten: Die Medizinerin und Sportwissenschaftlerin Dr. Petra Mommert-Jauch hielt in den Räumen der Gebr. Schwarz GmbH in Rottweil-Neukirch einen in jeder Hinsicht bewegenden Vortrag.

„Lass Dich nicht gehen – gehe selbst“ – unter dieses Motto stellte die am Institut für Sport & Sportwissenschaft tätige Wissenschaftlerin ihren Vortrag zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, der für die Unternehmensleiter klare Botschaften enthielt. So seien Ansätze, hier einen Kurs, dort einen Salat und einmal im Jahr einen Gesundheitstag anzubieten bestimmt gut gemeint, „aber das bringt wenig“. Ein wirkliches Gesundheitsmanagement verlange nach einem Paradigmenwechsel: „Gesundheitsvorsorge ist ein Prozess, kein Projekt.“

Mommert-Jauch schaffte es mit ihrem mitreißenden Plädoyer, die Zuhörer zu bewegen: Einerseits bei praktischen Übungen mit Aha-Effekt, andererseits aber auch gewissermaßen durch Umparken im Kopf. Dort, wo derzeit Begriffe wie Ergonomie am Arbeitsplatz und vegetarisches Menü in der Kantine abgestellt sind müssen Erkenntnisse wie gute Führungsqualität, Teilhabe an Entscheidungen, Selbstwirksamkeit sportlicher Betätigung und die Schaffung von Freiräumen für Mitarbeiter geparkt werden, „damit sie sich bewegen können, körperlich wie geistig.“

Ergonomie sei wichtig, „aber viel wichtiger ist die Aufmerksamkeit für Ihre Mitarbeiter“, sagte Mommert-Jauch. Das Umdenken müsse weg von der Defizitorientierung hin zur Potenzialentfaltung gehen. Oberbürgermeister Ralf Broß wies auf das kürzlich vom Gemeinderat Rottweil beschlossene Leitbild Wirtschaft hin, das sich auch mit dem Gesundheitsmanagement in Unternehmen befasst. Ziel sei es, die Rottweiler Wirtschaft dafür zu gewinnen, das Gesundheitsmanagement strukturell und strategisch in die Unternehmensprozesse zu integrieren, damit Rottweil eine Stadt der „gesunden Arbeit“ ist. Auch die Stadtverwaltung selbst werde sich künftig noch mehr als bislang Gedanken darüber machen müssen, wie Gesundheitsvorsorge umgesetzt werden kann.

IHK-Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll betonte angesichts der Ausführungen der Wissenschaftlerin, dass die häufig geäußerte Sichtweise, dass Arbeit per se krank mache, nicht richtig ist. Arbeit schaffe soziale Bindung, fordere die Menschen geistig und halte sie im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung: „Wir als Unternehmer allerdings müssen noch mehr als bislang darauf achten, dass die Rahmenbedingungen der Arbeit es ermöglichen, dass die Menschen selbstbestimmt ihre Gesundheit fördern können.“

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