26.06.2015 – 14:52 | Kein Kommentar

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Neues Jahr bringt neuen Schwung

Eingetragen von am 03.06.2015 – 11:14Kein Kommentar

Im Herbst des vergangenen Jahres seien die Erwartungen an den Konjunkturverlauf regelrecht eingebrochen. „Doch nun gibt es einen Stimmungsumschwung“, so Weinbrenner. Die Hoffnung, an den seit Anfang 2013 anhaltenden Wachstumspfad anknüpfen zu können, mehre sich. Begünstigt werde die Entwicklung durch derzeit niedrige Energiepreise und den schwachen Euro, die als Konjunkturkatalysatoren wirkten. Auch die Verbraucher profitierten von den niedrigen Rohstoffpreisen, weil unter dem Strich mehr Geld für Konsumausgaben übrig bleibe. Dies werde durch einen hohen Beschäftigungsstand, Lohnzuwächse und niedrige Zinsen verstärkt, so dass der private Konsum abermals eine tragende Stütze der konjunkturellen Entwicklung sei.

„Sorge macht allerdings das abermals schwächere Investitionsverhalten der Unternehmen“, hebt Weinbrenner hervor.
Trotz der höheren Zuversicht über die geschäftliche Situation der kommenden Monate und der niedrigen Zinsen bleibe die Investitionshaltung negativ. 19 Prozent der Befragten, die ihr Investitionsvolumen ausweiten möchten, stünden 23 Prozent gegenüber, die ihr Budget zurückfahren. Lediglich bei den unternehmensbezogenen Dienstleistern zeichne sich eine positivere Situation ab.

„Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stellen für 44 Prozent der Unternehmen ein Geschäftsrisiko dar. Die Unwägbarkeiten der Energiepolitik schlagen hier ebenso durch, wie die überbordende Bürokratie durch den gesetzlichen Mindestlohn. Ob Reinigungskräfte oder Sicherheitsdienst – die Unternehmer müssen sich bei allen ihren Dienstleistern rückversichern, dass deren Mitarbeiter den Mindestlohn erhalten. Hierbei gibt es viele juristische Fallstricke zu beachten, die geistige Energie binden. Anders gesagt: Die Unternehmer haben durch die zusätzliche Bürokratie keine Zeit, sich mit Investitionen zu beschäftigen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Investitionen seien allerdings dringend nötig, weil durch sie die Weichen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft gestellt würden.

„Aber auch regionale Einflüsse schlagen dabei durch. Unternehmer investieren nur in attraktive Standorte. Vor Ort müssen verstärkt öffentliche Investitionen in die Infrastruktur erfolgen, insbesondere in die digitale, damit die Region den Anschluss nicht verliert. Der Masterplan für die Stadt und das regionale Wirtschaftsförderungskonzept für den Kreis Offenbach sind wichtige Instrumente, um die Attraktivität des an sich starken Standorts Region Offenbach zu steigern“, so Weinbrenner.

Die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Einzelnen:

Geschäfte in der Region laufen wieder besser
Die aktuelle Geschäftslage wird insgesamt positiv beurteilt. Die schlechten Erwartungen zum Ende des Jahres 2014 sind nicht zur Realität geworden. Nur jedes zehnte Unternehmen klagt derzeit über eine schlechte Situation. 45 Prozent der Unternehmen geben an, gute Geschäfte zu machen, bei genau so vielen ist die Situation befriedigend. Die Industriebetriebe schätzen die Lage positiv, aber etwas schwächer ein. Bei den Großhändlern und den unternehmensbezogenen Dienstleistern zeichnet sich eine besonders gute Lage ab.

Keine Euphorie, aber deutlich mehr Zuversicht
Die Erwartungen an einen stabilen Konjunkturverlauf dieses Jahr verbessern sich. Während 19 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass ihre Geschäfte sich gut entwickeln werden, erwarten elf Prozent eher ungünstigere Umsätze. Die schlechte Erwartungshaltung der Vorumfrage setzt sich damit nicht fort. Von Euphorie kann trotzdem nicht gesprochen werden. In allen Branchen hellen sich die Aussichten auf, liegen aber in Relation zu den letzten Jahren auf niedrigen Niveau.

Beschäftigungsaufbau für 2015 erwartet
18 Prozent der Betriebe möchten mehr Personal einstellen, 68 Prozent die Mitarbeiterzahl konstant halten und 14 Prozent Stellen abbauen. Damit ist eine moderate Arbeitsmarktdynamik zu erwarten und der Beschäftigungsaufbau in diesem Jahr sollte sich weiter fortsetzen. Als Impulsgeber für den regionalen Arbeitsmarkt könnte sich der Großhandel erweisen, er zeigt sich besonders einstellungsfreudig.

Wieder günstigere Entwicklung der Exporte
Zuletzt stieg der Anteil derer, die von fallenden Exportabsätzen ausgingen stark an. Grund waren vor allem weltweite Krisen und konjunkturelle sowie strukturelle Schwächen im Euroraum. Nun gehen die pessimistischen Einschätzungen über die Auslandserträge um zehn Prozent zurück. Dies lässt vermuten, dass die Auswirkungen bei den regionalen Exporteuren bisher weniger gravierend waren als befürchtet. Begünstigt wird die Entwicklung durch den schwachen Eurokurs, weil Waren aus dem Euroraum für das Ausland nun günstiger sind.

Geschäftserwartung im Verarbeitenden Gewerbe steigt
Verbessert hat sich bei der Industrie vor allem die Zuversicht über den Geschäftsverlauf der kommenden Monate, auch wenn sie noch nicht an das Niveau der vergangenen zwei Jahre heranreicht. Die aktuelle Lage wird geringfügig besser eingeschätzt. Die Investitionshaltung ist nach wie vor restriktiv. Zum Beschäftigungsaufbau tragen die Industriebetriebe in der Region nicht bei, der Mitarbeiterbestand soll in den kommenden zwölf Monaten verringert werden. Die Exporterwartungen ziehen wieder an, bleiben aber schwach.

Aktuell schwächere Umsätze im Einzelhandel
Das weiterhin gute Konsumklima scheint sich bei den regionalen Einzelhändlern derzeit nicht bemerkbar zu machen. Die aktuelle Lage wird deutlich schlechter eingeschätzt als zuvor. Dafür ist der Blick auf die kommenden zwölf Monate etwas zuversichtlicher. In der Summe sollen in diesem Jahr mehr Arbeitskräfte eingestellt werden.

Großhandel: Stimmung hellt sich stark auf
Die Großhändler geben die beste Einschätzung seit mehr als zwei Jahren ab. Dies spiegelt sich in den Beschäftigungsabsichten wider. 22 Prozent der Unternehmen möchten mehr Personal einstellen, nur sieben Prozent weniger. Die Investitionsplanung ist allerdings rückläufig. Im kommenden Jahr soll weniger investiert werden.

Dienstleister in Topform
Im Dienstleistungssektor laufen die Geschäfte wieder ausgesprochen gut. Auch der Ausblick auf 2015 hellt sich auf. Besonders gut stehen die unternehmensorientierten Dienstleister dar. Das Kredit- und Versicherungsgewerbe hingegen erwartet weniger positive Geschäfte. In der Gesamtheit steigen die Investitionsabsichten geringfügig. Bezüglich der Personalplanung zeigen sich die Dienstleister zurückhaltend.

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